Stabilisierungseffekt durch Geogitter kann nicht nur bei verschiedenen Verkehrsflächen, sondern auch bei der Gründung von Gebäuden und Hallen genutzt werden. Das allgemeine Prinzip, bei dem eine Schicht aus Gesteinskörnung oder ähnlichem körnigem Material auf ihrer Unterseite durch ein geeignet gewähltes Geogitter fixiert wird, gilt auch für Bauwerke mit dauerhafter Belastung. Wie bei Verkehrsflächen können so die Dicken der einzelnen Konstruktionsschichten reduziert werden. Ein nicht zu vernachlässigender Vorteil ist zudem die Verteilung ungleichmäßiger Setzungen der Konstruktionen.
Die häufigste Anwendung von Geogittern im Hochbau ist das Einlegen stabilisierender Geogitter unter Fundamentstreifen. Das Geogitter bewirkt ähnlich wie bei Verkehrsflächen, dass die Schicht aus Gesteinskörnung ihr Verhalten verändert und die Last von der Gebäudewand, die über den Fundamentstreifen in die Schottertragschicht eingeleitet wird, auf eine größere Breite des Baugrunds verteilt wird und so einen geringeren Druck erzeugt. Bei gut tragfähigem Boden kann dadurch die Dicke der Schotterschicht oder die Dimension des Fundaments reduziert werden. Beides führt zu Einsparungen bei den Baukosten.
Das Prinzip der Verwendung von Geogittern in Fundamentplatten von Hochbauten ist ähnlich wie bei Fundamentstreifen. Der Hauptunterschied besteht darin, dass bei Fundamentstreifen Kosten für die Dicke der Schotterschichten oder die Dimensionen der Fundamente eingespart werden können, während es bei Fundamentplatten vor allem um eine gleichmäßigere Verteilung des Drucks der gesamten Platte auf den Untergrund geht. Dies lässt sich besonders gut bei Bauvorhaben auf weichen, oft wasserführenden Böden nutzen.
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