Auf dem Markt gibt es viele Hersteller und Händler verschiedener Geogitter. Manchmal sind sie im Baustoffhandel erhältlich. Häufiger werden sie von Online-Shops verkauft. Es ist jedoch ratsam, sich bei spezialisierten Händlern umzusehen, wo Fachleute beim Kauf beraten können.
Das Preisspektrum der einzelnen Geogitter ist groß. Der Preis reicht von einigen EUR pro 1 m² bei den niedrigsten Zugfestigkeiten bis zu fast 10 EUR/m² bei deutlich höheren Zugfestigkeiten.
Geogitter werden in Rollen verkauft, wobei spezialisierte Geschäfte in der Regel mehrere Verpackungsgrößen anbieten – sowohl für kleinere Projekte (ab 100 m²) als auch für große Projekte (meist 500 m²). Damit verbunden ist das Gewicht der Rollen – in der Regel mehrere Dutzend Kilogramm, was auch die Handhabung erschwert. Sehr häufig sind die Rollen etwa 4–5 m lang.
Worauf sollte man beim Kauf eines Geogitters achten? Stellen Sie immer die folgenden 5 Fragen. Die Antworten sollten Ihnen die Sicherheit geben, dass Sie ein Geogitter kaufen, das Ihren Erwartungen entspricht.
Und nun einige Erläuterungen zu den genannten Kriterien:
Wenn Sie sicherstellen möchten, dass das Geogitter wie gewünscht funktioniert, verlangen Sie den Nachweis der Eigenschaften aus Laborprüfungen für den konkreten Geogittertyp.
Diese nach geltenden europäischen Normen geprüften Eigenschaften finden Sie im Dokument „Leistungserklärung“ (englisch „Declaration of Performance“ oder „DoP“), das der Verkäufer mit der Lieferung des Geogitters bereitstellen muss. Dieses Dokument hat im Jahr 2013 die zuvor verwendete „Konformitätserklärung“ ersetzt.
Ein immer häufiger auftretendes Problem ist die Lieferung von Geogittern mit geringerer Zugfestigkeit als angegeben, bedingt durch den Preisdruck.
Beispiel: Der Verkäufer gibt an, ein Geogitter mit einer Zugfestigkeit von 40 kN/m zu liefern (laut Kennzeichnung auf der Verpackung und den beigefügten Dokumenten), tatsächlich befindet sich jedoch ein Geogitter mit 30 kN/m in der Rolle.
Das ist ein Unterschied, den man auf der Baustelle oder im Gelände nicht erkennt, aber es bedeutet eine 25%ige Verschlechterung der geforderten technischen Parameter!
Die einzige Möglichkeit, die tatsächlichen Parameter festzustellen, besteht darin, das gelieferte Muster im Prüflabor zu testen – eine Lösung, die aufgrund der zusätzlichen Kosten selten genutzt wird. Oder Sie kaufen einfach bei etablierten, zuverlässigen und fairen Lieferanten.
Der Typ des Geogitters oder eines anderen Geosynthetikums wird in der Regel in der Projektdokumentation definiert. Ein gewöhnlicher Händler kann die Eigenschaften der Produkte, die er verkauft, nicht beeinflussen. Das Ergebnis kann sein, dass er versucht, Ihre Spezifikationen seinen Produkten anzupassen, sodass das Geogitter möglicherweise nicht Ihren Anforderungen entspricht.
Ein erfahrener und guter Lieferant hingegen bietet Ihnen fachliche technische Beratung und kann bei anspruchsvollen Projekten begründen, warum er ein bestimmtes Geogitter vorschlägt. In der Regel versucht er nicht, „um jeden Preis zu verkaufen“, da die richtige technische Lösung für ihn oberste Priorität hat.
Geogitter und andere Geosynthetika werden meist in den ersten Phasen eines Projekts installiert. Daher wirkt sich eine verzögerte Lieferung auf den gesamten weiteren Zeitplan der Bauarbeiten aus. Da Händler ungern Produkte auf Lager halten, bestellen sie diese oft erst nach Eingang der Bestellung oder Anzahlung des Kunden.
Die Produktion kann dann mehrere Wochen oder Monate dauern. Daher ist es ratsam zu fragen, ob der Händler das Geogitter tatsächlich auf Lager hat und wie die Lieferzeit aussieht. Ein guter Lieferant hält die grundlegenden geosynthetischen Produkte in ausreichender Menge vorrätig.
Geogitter und andere Geosynthetika sind technische Produkte. Ein zuverlässiger Lieferant geht daher über den bloßen Verkauf hinaus und bietet ausreichende technische Unterstützung, wie z. B. Beratung, Anleitungen und Empfehlungen.
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