Geogitter zur Hangbefestigung

Böschungen können durch eine Vielzahl geotechnischer, agrartechnischer oder gärtnerischer Maßnahmen befestigt werden. Hinsichtlich der eigentlichen Stabilisierung verbessern die meisten Maßnahmen jedoch nur die Qualität der Böschungsoberfläche (erhöhen die Oberflächenstabilität). Die Verbesserung der Oberflächenqualität beeinflusst jedoch nicht die Stabilität der Böschung, mit anderen Worten: Sie verhindert nicht, dass die Böschung unter ungünstigen Bedingungen abrutscht.

Aus diesem Grund muss stets überlegt werden, ob wir das Problem der Oberflächenqualität der Böschung lösen wollen oder ob wir die Böschung gegen zukünftige Rutschungen sichern möchten. Geogitter werden in diesem Fall nur bei neu gebauten oder umgestalteten Böschungen eingesetzt. Zur Sicherung der Stabilität bereits bestehender Böschungen werden andere Technologien verwendet.

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Oberflächenbefestigung der Böschung

Die Befestigung der Böschungsoberfläche kann durch eine Vielzahl von Maßnahmen erfolgen. Die häufigste und zugleich kostengünstigste Lösung ist die Begrünung der Böschungen mit gut verwurzelter Vegetation. Mit der Herstellung einer Vegetationsdecke sind jedoch häufig Probleme verbunden, die eine erfolgreiche Etablierung der Vegetation verhindern. Dazu gehören vor allem:

  • Erosion der Oberfläche vor der Verwurzelung und dem Wachstum der Vegetation
  • Fehlende Schicht humoser Erde
  • Unmöglichkeit, humose Erde auf die Böschungsoberfläche aufzubringen
  • Unmöglichkeit, auf der Böschung ausreichend Feuchtigkeit für das Pflanzenwachstum zu halten

In diesen Fällen können Produkte helfen, die die genannten Probleme teilweise oder vollständig lösen. Einige dieser Produkte sind von vorübergehender Natur – sie wirken für die Zeit, die für das Wachstum der Vegetation erforderlich ist, und zersetzen sich später biologisch. Andere sind für den dauerhaften Schutz bestimmt und bleiben praktisch unbegrenzt Teil der Oberflächenschicht der Böschung. Zur Befestigung der Böschungsoberflächen werden am häufigsten Geomatten, Erosionsschutznetze, Geozellen oder Geotextilien verwendet. Weitere Informationen finden Sie unter „Böschungsbefestigung mit Geomatten“ oder „Verwendung von Geotextilien auf Böschungen“.

Stabilität der Böschung

Ob eine Böschung stabil ist oder nicht, hängt von mehreren Faktoren ab. Einige dieser Faktoren können sich im Laufe der Zeit ändern (z. B. ist die Bodenfestigkeit bei Vorhandensein von Wasser geringer als im trockenen Zustand).


Die wichtigsten Faktoren, die die Stabilität von Böschungen beeinflussen:
1. Neigung der Böschung
2. Qualität des Bodens, der für den Bau der Böschung verwendet wurde
3. Qualität des Bodens, auf dem die Böschung errichtet wurde
4. Durchlässigkeit der Böschung und der Fläche oberhalb der Böschung für Wasser (einschließlich Bildung von Oberflächenrissen)
5. Vorhandensein und Schwankungen des Grundwasserspiegels
6. Wasserdurchsickerungen aus dem Bereich hinter der Böschung

Wenn die Kombination der oben genannten Faktoren ungünstig ist oder ungünstig wird (z. B. bei lang anhaltendem Regen), kann sich in der Böschung eine sogenannte Gleitebene bilden. Diese Gleitebene trennt den instabilen Teil der Böschung vom stabilen Rest. Es ist zu beachten, dass sich die Stabilität im Laufe der Zeit ändern kann und dass auch der stabile Rest irgendwann instabil werden kann. Das folgende Schema zeigt die Gleitebene, entlang derer die Böschung abrutscht.


Prinzip des Böschungsrutsches entlang der entstandenen Gleitebene

Gleitebenen müssen nicht immer die im Bild dargestellte Form haben. Die Form der Gleitebene hängt hauptsächlich von der Bodenqualität der Böschung, aber auch von vielen anderen Faktoren ab. Für geotechnische Berechnungen von Böschungen werden am häufigsten Flächen verwendet, die sich gut mathematisch definieren lassen, insbesondere Flächen in Form von Kreisen, gebrochenen Linien oder Geraden. Solche vereinfachten Flächen lassen sich gut berechnen und liefern ausreichend gute Ergebnisse zur Beurteilung der Böschungsstabilität.

Zur Verbesserung der Stabilität von Böschungen und deren Sicherung gegen mögliche Rutschungen verwenden wir Geogitter. Die Stabilisierung zur Verbesserung der Böschungsstabilität wird bei neuen Konstruktionen insbesondere beim Bau von Erdkörpern für Verkehrswege oder bei Geländeanpassungen für den Bau von Gebäuden angewendet. Häufig handelt es sich um Böschungen mit relativ steiler Neigung (steile Böschungen).


Unterbrechung der Gleitebene durch Geogitter

Wenn wir beim Bau der Böschung ausreichend lange einachsige Geogitter in den Boden einlegen, können wir damit alle möglichen Gleitebenen unterbrechen. Der Boden kann dann nicht entlang einer solchen Gleitebene abrutschen, da ihn die Geogitter durch ihre Festigkeit daran hindern. Je mehr Geogitter wir in die Böschung einbauen und je stärker diese Geogitter sind, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Böschung abrutscht.


TIPP: Es ist viel besser, mehrere Lagen schwächerer Geogitter zu verwenden als wenige Lagen stärkerer Geogitter.

Die in die Böschung eingelegten Geogitter verleihen dem Boden Eigenschaften, die er von Natur aus nicht besitzt. Durch das Einlegen von Geogittern wird also die Qualität des Bodens, der für den Bau der Böschung verwendet wurde, verbessert – einer der wichtigen Faktoren, die die Stabilität von Böschungen beeinflussen.

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